Biomüll

Biomüll

Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz besteht die Verpflichtung, alle organischen Abfälle aus Küche und Garten getrennt vom Restabfall zu sammeln. Im Kreis Dithmarschen gibt es für die Verwertung von Bioabfällen drei Möglichkeiten:

  • vollständige Eigenkompostierung
  • Nutzung einer Biotonne oder
  • Kombination von Komposthaufen und Biotonne

Die Eigenkompostierung ist die beste Form der Abfallvermeidung. Die Biotonne ist als Ergänzung häufig sinnvoll, weil alle Bioabfälle kompostiert werden müssen, auch die eventuell problematischen, wie Speisereste, samentragende Unkräuter, Schalen von Zitrusfrüchten oder Pflanzenteile mit Pilzbefall. Außer rohem Fleisch und rohem Fisch dürfen keinerlei organische Abfälle mehr in die Restmülltonne gelangen.

Verwertung

Die eingesammelten Bioabfälle werden im Kompostwerk Bargenstedt zu hochwertigem Kompost verarbeitet. Bei Interesse an einer Anlagenbesichtigung wenden Sie sich bitte direkt an die AWD.

Behälter - auch saisonale Anmeldung möglich

Die grünen Biotonnen werden in den Größen 60, 120 und 240 Liter zur Verfügung gestellt. Die Abfuhr erfolgt 14-täglich. Bei Bedarf stellt die AWD auch sogenannte Saison-Biotonnen zur Verfügung. Empfehlenswert sind sie für die Sommermonate, wenn die normale Biotonne voll ist. Üblicherweise werden Saisontonnen von April bis Oktober angemeldet.

Übrigens: Es gibt vielfältige Möglichkeiten, den Standplatz der Abfallbehälter zu verschönern, zum Beispiel mit der handgemachten Mülltonnenbox der Stiftung Mensch, unserem Partner der Sozialen Allianz.

Eigenkompostierung

Grundsätzlich können alle pflanzlichen Abfälle kompostiert werden. Je vielfältiger das Ausgangsmaterial ist, desto besser verläuft der Rotteprozess. Angeboten werden offene und geschlossene Systeme. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten. Der optimale Platz für den Komposthaufen ist eine windgeschützte, halbschattige Ecke des Gartens.

Der im eigenen Garten erzeugte Kompost schließt auf kürzestem Weg den Naturkreislauf. Mit dem eigenen Kompost und seinem hohen Nährstoffgehalt kann weitgehend auf den Kauf von Bodenverbesserern verzichtet werden.

Für ab und zu anfallende Mehrmengen, wie zum Beispiel Laub oder Vertikutiergut, bietet sich der BIOabfallsack an. Es gibt ihn bei der AWD, auf den Recyclinghöfen und im Einzelhandel für 1,50 Euro. Er kann alle 14 Tage jeweils am Tag der Biotonnenleerung zur Abholung bereit gestellt werden.

Wichtig:
Die Säcke müssen mit dem dafür vorgesehenem Band, welches dem BIOabfallsack beigefügt ist, für die Abfuhr zugebunden werden.

Sortierung

Wenn Sie wissen wollen, welche Abfälle in die Biotonne gehören, schauen Sie sich unsere ausführliche Sortieranleitung an. Vorsortiergefäße (10 Liter) für die Küche erhalten Sie bei der AWD (für 3,50 € pro Stück) und bei den neun Recyclinghöfen.

Tipps im Umgang mit der Biotonne

Grundsätzlich gilt: Je trockener der organische Abfall ist, desto weniger Probleme gibt es mit Frost, Geruch oder Ungeziefer. Wickeln Sie feuchte Abfälle in Zeitungspapier und geben Sie ab und zu etwas geknülltes Papier in die Biotonne. Grasschnitt erst antrocknen lassen, bevor er in die Tonne gefüllt wird. Auch die Nutzung von im Handel erhältlichen Papiertüten für das Vorsortiergefäß in der Küche oder die Nutzung von Bioschläuchen aus Papier ist sehr hilfreich. Die Bioschläuche sind auf allen Recyclinghöfen erhältlich.( Tipps Sommer / Winter)

#WIRFUERBIO

Mehr als 20 Abfallwirtschaftsbetriebe aus ganz Norddeutschland sind nun #wirfuerbio. Gemeinsam kämpfen wir gegen Plastiktüten, „kompostierbare Plastiktüten“ und alle anderen Störstoffe in den Biotonnen. Denn Biomüll kann mehr! Aus Ihren organischen Garten- und Küchenabfällen gewinnen wir hervorragenden Qualitätskompost und damit neue Energie.

Viele wissen es einfach nicht: Auch die „kompostierbare Plastiktüte“ darf, genauso wie die herkömmliche Plastiktüte, nicht in der Biotonne entsorgt werden. Denn auch sie darf laut EU-Norm einen Anteil an „Erdöl“ enthalten, der sich zwar zersetzt, der aber innerhalb des Produktionsprozesses unserer Anlage nicht vollständig biologisch abgebaut wird.
Nicht alle Tüten können in unseren Sortierprozessen aus dem Bioabfall entfernt werden. Verbleibende Tüten zerfallen in Mikroplastik, welches nicht mehr aus dem fertigen Rohkompost gesiebt werden kann. Es landet auf den Beeten und Äckern, wird ins Grundwasser gespült, gelangt ins Meer und damit unweigerlich in unsere Nahrungskette. Das bedeutet: Mikroplastik in unserem Trinkwasser und unseren Nahrungsmitteln.

Daher bitten wir Sie: Seien auch Sie #wirfuerbio – machen Sie mit. Halten Sie Ihre Biotonne frei von herkömmlichen und „kompostierbaren“ Plastiktüten und sorgen Sie mit dafür, dass noch mehr Menschen davon erfahren. Die Natur und wir, Ihre Abfallwirtschaft Dithmarschen, und Sie selbst werden es Ihnen danken.

Für mehr Informationen rund um #wirfuerbio besuchen Sie gern die Kampagnenwebseite www.wirfuerbio.de und folgen Sie #wirfuerbio in den sozialen Netzwerken, siehe hier.