Handysammlung

Handysammlung hilft der Umwelt dreifach:

1.Schwermetalle und andere Schadstoffe landen nicht auf der Deponie oder in der Schlacke der Müllöfen.

2.Wertvolle Rohstoffe werden zurückgewonnen und verursachen weniger Energieverbrauch als die Stoffgewinnung im Bergbau.

3.Die Erlöse fließen in regionale Natur- und Umweltschutzprojekte.

  

Kommunale Entsorger unterstützen die Sammlung von Alt-Handys, indem sie landesweit Sammelboxen auf den Wertstoff- und Recyclinghöfen sowie in ihren Geschäftsstellen bereitstellen.

Die gesammelten Handys werden bei einem gesondert beauftragten Verwerter geprüft. Einige, wenige funktionsfähige Geräte werden weiter verwendet, andere Geräte werden auseinander gebaut. Sofern ihre Bauteile noch intakt sind, werden diese weiter verwendet. Defekte Bauteile werden rohstofflich recycelt. Das spart Ressourcen und schont die Umwelt.

Die durch die Sammlung von ausgedienten Handys erzielten Erlöse – zum Beispiel "Mobile-Box" – kommen in Schleswig-Holstein zu 100% dem „Freiwilligen Ökologischen Jahr SH“ vom Jugendpfarramt der Nordkirche zu Gute.

Das Freiwillige Ökologische Jahr, kurz FÖJ, ist ein Bildungsjahr für junge Menschen zwischen 15 und 27 Jahren, die ein Jahr lang auf einer von über 150 Schleswig-Holsteinischen Einsatzstellen für den Natur- und Umweltschutz und in der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung tätig sind.

Machen auch Sie mit und helfen der Umwelt dreifach! Weitere Informationen finden Sie unter oeko-jahr.de

FÖJ-Förderfonds ins Leben gerufen

141.000 Althandys sind in Schleswig-Holstein von den Abfallwirtschaftsbetrieben seit 2006 gesammelt worden. Das Jugendpfarramt der Nordkirche hat sie zu Geld gemacht. Jetzt ist auf dem Koppelsberg bei Plön ein Förderfonds für das Freiwillige ökologische Jahr (FÖJ) eingerichtet worden. Er weist einen Kapitalstock von 145.000 Euro auf.

Es geht um Nachhaltigkeit. Bischof Gothart Magaard nannte die Aktion am vergange-nen Freitag wegweisend: „Wir reden, wenn es um die Bewahrung der Schöpfung geht, über gesellschaftliche Aufgaben und es gibt noch viel Spielraum nach oben, im gemeinsamen Denken und Handeln“. Mit dem Erlös will der Förderfonds FÖJ-Sonderprojekte finanzieren. Das könnten der Klima-Vision-Songcontest oder Klima-Sail-Touren sein, auf jeden Fall werden aber Stipendien für ausländische Freiwillige dazugehören.

Hinrich Goos, ehemaliger Projektleiter des FÖJ, war es, der vor einigen Jahren die Sammlung von Althandys anstieß und die in Dithmarschen dank seines Kontaktes zu Landrat Jörn Klimant ihren Anfang nahm. In deutschen Haushalten lagern wohl noch 120 Millionen von ihnen ungenutzt in Schubladen. Und so schlummern wertvolle Rohstoffe in den Schränken. Goos konnte nicht nur die Abfallwirtschaftsbetriebe, sondern auch viele Freiwillige begeistern. Die Zahl der vom Verbund jährlich gesammelten Althandys liegt mittlerweile zwischen 10.000 und 13.000 Stück.

Hier im Kreisgebiet sammelt die Abfallwirtschaft Dithmarschen (AWD) auf allen Recyclinghöfen und im Kreishaus alte Handys. Seit 2006 kamen pro Jahr rund 1.000 Geräte aus Dithmarschen bei den Sammelstellen an. AWD-Geschäftsführer Dirk Sopha und zahlreichen anderen Vertretern von Abfallwirtschaftsbetrieben im Land übergab Bischof Gothart Magaard zusammen mit der Projektleiterin für die Ökologischen Freiwilligendienste, Birgitt Fitschen, eine Dankesurkunde für den Einsatz und das langjährige Engagement zugunsten des FÖJ.

FÖJ-Einsatzstellen werden in Dithmarschen vom AÖZA in Albersdorf, der Stiftung Mensch und dem BUND in Meldorf sowie dem Eine Welt Laden in Heide angeboten. Weitere Informationen zum FÖJ unter www.oeko-jahr.de.